Unsere Pferde sind Teile der Weihermühlen-Familie. Jedes Pferd ist eine Persönlichkeit, und auch wenn sie nicht mehr bei uns sind, möchten wir ihnen an dieser Stelle dafür danken, dass sie uns einen Teil ihres Lebens geschenkt haben:

Jildert

Er war das erste Zauberross, für welches ich mich entschieden hatte. Ein Blick in seine Augen zeigt das wunderbare Herz dieses Wallachs. Er war sehr groß, und trotzdem hatte er die Seele eines kleinen Jungen. Ich durfte ihn im Februar 2009 gemeinsam mit Kimmy in die Weihermühle holen. Unsere ersten Wanderritte waren mehr als "holprig", und ich habe vieles auch nur aufgrund seiner unerschütterlichen Ruhe problemlos meistern können. Wir haben miteinander gelernt, erlebt, Freude gehabt, und er hat vielen unserer Gäste seinen starken Rücken und sein großes Herz für sichere erste Stunden auf einem Pferderücken geschenkt.

Jildert hat mit unendlicher Geduld Elaine, Marie, Manou und auch Tine erzogen. Ich sehe noch heute wie Tine an ihm hoch klettert und er mit erhabener Ruhe das "Klettergerüst" gibt, während die Mama Gisa mal in Ruhe fressen konnte.

In der Nacht, als Elaine geboren wurde, stand er neben dem Geschehen und war weiß von Schweiß aus Angst um seine Kimmy. Seine Liebe zu Kimmy war so groß, dass wir beide nicht in unterschiedliche Gruppen stellen konnten, da er dann sofort zu trauern begann.

Leider ging er im November 2015 plötzlich und viel zu früh. Wir vermissen ihn jeden Tag und werden ihm immer dankbar sein.

Manou

Wer Manou gekannt hat weiß, dass das Leben auch in nicht perfekter Schönheit wertvoll und liebenswert ist. Manou ist 2012 mit einer angbohrenen schiefen Nase in der Weihermühle zur Welt gekommen, und ihre Aussichten waren nicht gut. Durch die Fehlstellung waren Atmung und die Futteraufnahme erschwert. Doch dieses lebensfrohe und kämpferische kleine Pferd wollte leben, und so haben wir uns entschieden, ihr so lange es nicht zu einer Qual für sie wird, ein liebevolles zu Hause zu geben.
Manou hat uns drei wunderschöne Jahre geschenkt. Gemeinsam mit ihrer Halbschwester Marie ist sie zu einem lustigen und wachen Stütchen heran gewachsen. In ihrer Schwester Tine, die 2014 geboren ist, kann man viel von Manous Anmut und Sanftmut noch heute sehen. Beide schweben mehr als sie laufen, und ich hatte immer den Eindruck, dass Manou uns für jeden Tag dieses Lebens dankbar war.
2015 mussten wir dann erkennen, dass sie nicht mehr fressen kann und haben uns entschieden, sie in Liebe gehen zu lassen. Die Entscheidung war schwer, doch als ich beim Abschied in ihre Augen sah, sah ich keine Angst, vielmehr das Wissen darum, dass es der richtige Weg ist. Leben ist ein Geschenk und Manou erinnert mich täglich daran, dies nie zu vergessen.